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Vorsicht, Cyber-Risiko: Was eine Cyberversicherung wirklich abdeckt

Seit Jahren zeigen Umfragen unter Führungskräften und Mittelstand — von PwC über Allianz bis zum GDV — ein wiederkehrendes Muster: Cyber-Risiken werden von Unternehmen häufig als eines der größten Geschäftsrisiken überhaupt eingestuft, oft direkt hinter oder gemeinsam mit dem Risiko einer Betriebsunterbrechung. Kein Zufall, denn eine Betriebsunterbrechung ist sehr häufig gerade die Folge eines erfolgreichen Cyberangriffs. (Aktuelle Zahlen dazu, u. a. aus dem Allianz-Cyberreport 2025, findest du in diesem Artikel.)

Auffällig dabei: Viele Unternehmen schätzen das allgemeine Cyber-Risiko für den deutschen Mittelstand hoch ein — aber nicht für das eigene Unternehmen. „Die anderen trifft es, uns nicht" ist eine trügerische Annahme, die sich in der Praxis regelmäßig nicht bestätigt.

Was deckt eine Cyberversicherung ab?

Eine gute Cyberversicherung lässt sich grob in drei Bereiche unterteilen:

  • Eigenschaden: Wiederherstellungskosten, Krisenmanagementkosten, Betriebsunterbrechung, Vertrauensschaden
  • Drittschaden: Persönlichkeitsrechtsverletzungen, Daten- und Vertraulichkeitsverletzungen, Netzwerksicherheitsverletzungen, Verstöße bei E-Payment-Verträgen
  • Serviceleistungen: IT-Forensik, Krisenmanagement, 24-Stunden-Hotline

Im Schadenfall steht in der Regel ein Krisenmanagement-Team zur Seite: Datenspuren werden von Expert:innen gesichert und gerichtsfest dokumentiert, die ausgenutzte Schwachstelle wird ermittelt und geschlossen, Daten werden wiederhergestellt und der Regelbetrieb so schnell wie möglich wiederhergestellt.

Eine solide Backup-Strategie: das 3-2-1-Konzept

Guter Datenschutz beginnt mit einem funktionierenden Backup — und Backup ist nicht gleich Backup. Immer wieder zeigt sich, auch bei größeren Unternehmen, dass ein fehlendes oder ungetestetes Backup-Konzept im Ernstfall zum echten Problem wird. Als robuste Strategie hat sich das sogenannte 3-2-1-Konzept etabliert:

  • Mindestens 3 Datenkopien — die täglich genutzten Produktionsdaten, ein Vor-Ort-Backup und ein Offsite-Backup
  • Auf mindestens 2 verschiedenen Speichermedien, z. B. Band, Cloud oder Festplatte
  • Davon 1 Kopie getrennt gelagert (Offsite), unabhängig von den anderen Backups

Ebenso wichtig: ein IT-Notfallplan, der im Ernstfall einen klaren Handlungsrahmen vorgibt, um Ausfallzeiten und Schäden zu minimieren — unabhängig davon, ob die Ursache ein Hackerangriff oder eine technische Störung ist.

Warum das auch persönlich relevant ist

Was viele Selbstständige und Geschäftsführer:innen nicht wissen: Im Schadenfall können sie unter Umständen auch mit ihrem privaten Vermögen haften — etwa, wenn grundlegende Sorgfaltspflichten bei der IT-Sicherheit verletzt wurden. Diese persönliche Haftung ist ein eigenes, wichtiges Thema, das ich in einem eigenen Artikel zur D&O-Versicherung ausführlich einordne.

Fest steht: Kein IT-System, keine Cloud-Lösung und kein Mitarbeitender ist zu hundert Prozent sicher. Eine durchdachte Kombination aus Prävention, klaren Prozessen und einer passenden Cyberversicherung ist deshalb kein „Nice-to-have", sondern die Grundlage für unternehmerische Sicherheit in einer zunehmend digitalen Welt.

Wenn du wissen willst, wie eine Cyberversicherung für dein Unternehmen aussehen könnte, buch dir gerne ein kostenloses Erstgespräch.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Versicherungsberatung im Einzelfall.

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