TÜV Rheinland zertifizierter Fachberater für Cyber-Risiken

Cyberversicherung für Steuerberater und Kanzleien

Ein Cybervorfall kann Mandantendaten, Kanzleisoftware und laufende Fristen betreffen. Ich helfe dir, passende Cyberversicherungen zu vergleichen und sie mit deiner bestehenden Berufshaftpflicht abzustimmen. Verständlich erklärt und anbieterübergreifend geprüft.

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Tino Weissenrieder · Versicherungsmakler · über 25 Jahre Erfahrung

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Tino Weissenrieder

Warum Steuerkanzleien für Cyberkriminelle interessant sind

Über Kanzleisysteme laufen hochsensible steuerliche, finanzielle und personenbezogene Mandantendaten. Der laufende Betrieb hängt eng an funktionierender Software.

Ob DATEV, andere Kanzleisoftware, Cloud-Anwendungen oder Fernzugriff: Digitale Abläufe schaffen Abhängigkeiten. Diese Abläufe machen den Arbeitsalltag effizienter, öffnen aber auch zusätzliche Angriffsflächen: gestohlene Zugangsdaten, ein kompromittierter Mailserver oder ein verschlüsseltes Dateisystem können Fristen, laufende Abschlüsse und die Kommunikation mit Mandant:innen unmittelbar beeinträchtigen. Fällt eine wichtige Anwendung aus oder geraten Mandantendaten in falsche Hände, braucht die Kanzlei einen klaren Notfallplan und eine passende Absicherung.

Wie sich professionelle Cloud-Anbieter und die eigene Kanzlei-IT die Verantwortung dabei tatsächlich teilen, ordne ich ausführlicher in meinem Artikel „Cloud-Sicherheit bei DATEV: Was Kanzleien selbst beachten müssen“ ein.

Typische Cyber-Risiken im Kanzleialltag

Ransomware in der Kanzlei

Verschlüsselte Systeme bedeuten oft: kein Zugriff auf Kanzleisoftware und Dokumente. Fristen und Arbeitsabläufe geraten unter Druck, IT-Forensik und Wiederherstellung werden nötig.

Mögliche Deckungsbausteine je nach Tarif: Betriebsunterbrechung, IT-Forensik, Wiederherstellung

Manipulierte E-Mail oder Zahlungsanweisung

Eine gefälschte Nachricht im Namen eines Mandanten oder Mitarbeitenden, teils mit geänderter Bankverbindung. Nicht jeder Betrugs- oder Überweisungsschaden ist automatisch über eine Cyberversicherung gedeckt.

Mögliche Absicherung je nach Tarif: spezielle Betrugs- oder Vertrauensschadendeckung, sofern ausdrücklich vereinbart

Abfluss von Mandanten- oder Beschäftigtendaten

Steuerliche Unterlagen, Lohndaten, Kontodaten oder Identifikations- und Unternehmensdaten gelangen unbefugt nach außen. Häufig folgen Datenschutzprüfung, Benachrichtigungen und der Bedarf an externer Unterstützung.

Mögliche Deckungsbausteine je nach Tarif: Haftpflicht Dritte, Rechtsberatung, Informationskosten (DSGVO)

Ausfall von DATEV, Cloud oder IT-Dienstleister

Wird ein externer Dienstleister angegriffen oder fällt er aus, kann die Kanzlei zeitweise nicht oder nur eingeschränkt arbeiten, obwohl sie selbst keinen Cybervorfall hatte. Ob ein solcher Fremdausfall mitversichert ist, ist tarifabhängig.

Zu prüfen: Unterbrechungs- und Mehrkostendeckung bei Ausfall externer Dienstleister

Kompromittierter Fernzugriff oder Homeoffice-Arbeitsplatz

Gestohlene Zugangsdaten, unsichere private Geräte oder missbrauchte Fernwartungs- und Cloudzugänge öffnen Angreifern einen Weg ins Kanzleinetzwerk.

Mögliche Deckungsbausteine je nach Tarif: Betriebsunterbrechung, IT-Forensik, Haftpflicht Dritte

Diese Szenarien sind bewusst allgemein/branchentypisch gehalten, keine echten Fälle aus meiner Beratungspraxis.

Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Versicherungsschutz, Obliegenheiten und Leistungen hängen vom konkreten Vertrag und vom jeweiligen Schadenfall ab. Die Inhalte ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder IT-Sicherheitsberatung.

Wer berät dich eigentlich?

Lerne mich kennen, bevor du einen Termin buchst. Im interaktiven Video zeige ich, wie ich bei der Cyberversicherung vorgehe und worauf ich in der Beratung achte.

Tino Weissenrieder

Tino Weissenrieder

Seit über 25 Jahren Versicherungsmakler und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH). Als TÜV Rheinland zertifizierter Fachberater für Cyber-Risiken berate ich bundesweit Unternehmen, Kanzleien und Praxen zur Cyberversicherung, anbieterübergreifend und ohne Bindung an einen einzelnen Versicherer. Über 900 Kundenbewertungen geben Einblick in die Erfahrungen mit der Beratung.

25+ Jahre Erfahrung 900+ Kundenbewertungen Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH)

Mehr über meine Qualifikation und Zertifizierung →

Was eine Cyberversicherung für Kanzleien übernehmen kann

Der genaue Umfang hängt vom Tarif ab. Ein anbieterübergreifender Vergleich hilft dir, Leistungsunterschiede, Ausschlüsse und mögliche Lücken zu erkennen.

IT-Forensik und Incident Response

Analyse und erste Reaktion auf einen Cybervorfall können je nach Tarif versichert sein.

Wiederherstellung von Systemen und Daten

Notwendige Kosten für die Wiederherstellung versicherter Daten und Systeme können je nach Vertrag übernommen werden. Welche Leistungen und Höchstbeträge gelten, muss anhand der Bedingungen geprüft werden.

Betriebsunterbrechung und Mehrkosten

Ein versicherter Ertragsausfall und vereinbarte Mehrkosten für den Notbetrieb können je nach Vertrag ersetzt werden. Achte auf zeitliche Selbstbeteiligung, Haftzeit und Höchstbeträge.

Haftpflichtansprüche Dritter

Je nach Tarif können versicherte Schadenersatzansprüche von Mandanten oder Geschäftspartnern geprüft, unberechtigte Forderungen abgewehrt und berechtigte Ansprüche erfüllt werden.

Cybererpressung

Unterstützung durch spezialisierte Krisendienstleister bei Lösegeldforderungen. Ob eine Zahlung rechtlich zulässig, mit dem Versicherer abgestimmt und vom Tarif gedeckt ist, muss im Einzelfall geprüft werden.

Krisen- und Datenschutzunterstützung

Unterstützung bei der fachlichen Prüfung und gegebenenfalls Umsetzung möglicher Melde- und Informationspflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und betroffenen Personen kann je nach Tarif versichert sein.

Ausfall externer Dienstleister

Unterstützung bei Ausfällen von DATEV, Cloud- oder IT-Dienstleistern, sofern dieser Baustein im Tarif mitversichert ist.

Praxistipp von Tino Weissenrieder: Prüfe Selbstbehalte, Höchstbeträge für einzelne Leistungen (Sublimits), Ausschlüsse und vereinbarte Sicherheitsanforderungen. Bei einer Betriebsunterbrechung solltest du auch auf die zeitliche Selbstbeteiligung und die Haftzeit achten. Behördliche Geldbußen sind von Schadenersatzansprüchen zu unterscheiden. Ihre Absicherung darf nicht vorausgesetzt werden und muss rechtlich sowie anhand des konkreten Vertrags gesondert geprüft werden. Eine Cyberversicherung ersetzt außerdem keine angemessenen IT-Sicherheitsmaßnahmen, sondern ergänzt sie. Einen allgemeinen Überblick über Deckungsbausteine gebe ich in meinem Artikel „Was deckt eine Cyberversicherung ab?".

Cyberversicherung, Vermögensschadenhaftpflicht oder Vertrauensschadenversicherung?

Drei unterschiedliche Versicherungen werden in der Praxis leicht verwechselt. Hier ein allgemeiner Überblick ohne Rechtsberatung.

Cyberversicherung

Kann abhängig vom Vertrag bei einem Cybervorfall insbesondere eigene Kosten für IT-Forensik, Wiederherstellung und Krisendienstleistungen sowie bestimmte Ansprüche Dritter absichern.

Vermögensschadenhaftpflicht

Selbständige Steuerberater müssen nach § 67 Abs. 1 StBerG eine Berufshaftpflichtversicherung für berufliche Vermögensschäden unterhalten. Sie betrifft etwa Schadenersatzansprüche wegen eines Beratungsfehlers oder einer versäumten Frist. Eine Cyberversicherung hat andere Schwerpunkte. Ob sich beide Verträge bei einem Vorfall ergänzen oder Lücken bleiben, muss anhand der Bedingungen geprüft werden.

Vertrauensschadenversicherung

Kann, abhängig vom Vertrag, bestimmte vorsätzliche Vermögensschäden durch Vertrauenspersonen oder Dritte abdecken, etwa durch eine untreue Mitarbeiterin oder einen betrügerischen Dritten.

Die drei Bereiche überschneiden sich teilweise oder können im Einzelfall Lücken lassen. Welcher Vertrag im konkreten Schadenfall tatsächlich leistet, hängt von den genauen Vertragsbedingungen ab. Deshalb ist die individuelle Vertragsprüfung entscheidend.

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Welche IT-Sicherheit Versicherer im Antrag abfragen

Für ein Angebot benötigt der Versicherer Angaben zu deiner Kanzlei und zur IT-Sicherheit. Welche Fragen gestellt werden, hängt von Anbieter und Tarif ab. Bereite die Antworten zusammen mit den zuständigen IT-Fachleuten vor. Mögliche Punkte sind unter anderem:

  • Mehrfaktor-Authentifizierung für Kanzleisoftware, E-Mail und Fernzugänge
  • Regelmäßige, getrennte Backups, idealerweise mit einer Kopie unabhängig vom Hauptsystem
  • Geregelte Patch- und Updateprozesse für Kanzleisoftware und Betriebssysteme
  • Viren- und Endpunktschutz als Basisschutz auf allen Geräten
  • Ein Rechte- und Benutzerverwaltungskonzept: nicht jede:r Mitarbeitende braucht Zugang zu allen Mandaten
  • Regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu Phishing und anderen Angriffsversuchen
  • Ein Notfallplan für den Cyber-Ernstfall
  • Geschützte Fernzugänge für Homeoffice und mobile Arbeitsplätze
  • Ein klarer Umgang mit Dienstleistern und Cloudsystemen, etwa DATEV oder vergleichbaren Anbietern

Welche dieser Punkte im Detail abgefragt werden und wie streng sie gewichtet werden, unterscheidet sich zwischen Versicherern und Tarifen. Nicht jede Maßnahme wird bei jedem Anbieter zwingend identisch verlangt. Wie du Zuständigkeiten und den Meldeweg zum Versicherer vorbereitest, erklärt mein Beitrag zum Notfallablauf bei einem Cyberangriff.

So läuft die Beratung für deine Kanzlei ab

Kanzleistruktur erfassen

Kanzleigröße, digitale Abhängigkeiten und genutzte Systeme wie DATEV oder Cloud-Lösungen im kurzen Erstgespräch klären.

Bestehendes einordnen

Vorhandene Sicherheitsmaßnahmen und bestehende Verträge wie eine Vermögensschadenhaftpflicht gemeinsam einordnen.

Leistungsunterschiede vergleichen

Relevante Deckungsbausteine und Ausschlüsse verschiedener Tarife gegenüberstellen.

Angebote verständlich gegenüberstellen

Passende Angebote ohne Fachjargon erklären, damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt.

Laufende Begleitung

Bei der Entscheidung und auch im Schadenfall an deiner Seite.

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FAQ: Cyberversicherung für Steuerberater und Kanzleien

Der Beitrag hängt unter anderem von Kanzleigröße, Umsatz, IT und gewünschtem Leistungsumfang ab. Im Erstgespräch klären wir, welche Angaben für passende Angebote nötig sind. Eine belastbare Beitragsangabe setzt die Risikoprüfung des Versicherers voraus.

Ob ein Ausfall von DATEV oder einem Cloudanbieter versichert ist, richtet sich nach dem Tarif. Manche Cyberversicherungen enthalten einen Baustein für Betriebsunterbrechungen durch den Ausfall externer Dienstleister (sogenannte „Contingent Business Interruption"). Bei anderen ist das nicht oder nur eingeschränkt mitversichert.

Nicht automatisch. Schäden durch manipulierte Zahlungsanweisungen fallen nicht ohne Weiteres unter die klassische Cyberdeckung. Je nach Produkt können spezielle Bausteine für Cyber-Vertrauensschäden oder bestimmte Betrugsszenarien bestehen. Entscheidend sind der konkrete Ablauf und die jeweiligen Vertragsbedingungen.

Beide Versicherungen haben unterschiedliche Schwerpunkte: Die Vermögensschadenhaftpflicht dient vor allem der Absicherung beruflicher Fehler, während eine Cyberversicherung je nach Vertrag eigene Kosten, Krisendienstleistungen und bestimmte Ansprüche infolge eines Cybervorfalls abdecken kann. Überschneidungen und Lücken sind möglich, weshalb die jeweiligen Vertragsbedingungen gemeinsam betrachtet werden sollten.

Versicherer fragen im Antragsprozess typischerweise Basismaßnahmen ab, etwa Mehrfaktor-Authentifizierung, regelmäßige Backups, aktuelle Patch-Prozesse und ein Zugriffsrechte-Konzept. Welche Angaben konkret nötig sind und wie streng sie gewichtet werden, unterscheidet sich je nach Versicherer und Tarif.

Prüfe, welche Arbeitsorte, mobilen Geräte und privaten Endgeräte im Vertrag erfasst sind und welche Sicherheitsanforderungen gelten. Beziehe Fernzugriffe und die tatsächliche Nutzung im Homeoffice ein. Eine pauschale Zusage für alle Geräte lässt sich daraus nicht ableiten.

Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten muss nach Art. 33 DSGVO grundsätzlich unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Eine Ausnahme gilt, wenn voraussichtlich kein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen besteht. Die Benachrichtigung der Betroffenen ist gesondert nach Art. 34 zu prüfen: Sie ist grundsätzlich bei voraussichtlich hohem Risiko erforderlich; das Gesetz enthält Ausnahmen. Lass beide Fragen frühzeitig fachlich klären. Ob die Versicherung dabei Kosten oder Unterstützung übernimmt, hängt von deinem Vertrag ab.

Ja. Ein bestehender Vertrag lässt sich im Erstgespräch auf Deckungsumfang, Ausschlüsse und Obliegenheiten hin einordnen und mit aktuellen Marktalternativen vergleichen.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Gesetzestexte belegen die Angaben zur Pflichtversicherung und zu Datenschutzmeldungen auf dieser Seite. Die übrigen Quellen sind ein unverbindliches Bedingungsmuster und weiterführende Informationen zu IT-Sicherheit und Datenschutz in der Kanzlei. Keine dieser Quellen belegt die Leistungen eines konkreten Versicherungsvertrags. Dafür sind allein Versicherungsschein und Bedingungen des jeweiligen Vertrags maßgeblich. Zwei der Verweise führen zu Angeboten des Softwareanbieters DATEV, nicht zu neutralen Fachquellen.

Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Versicherungsschutz, Obliegenheiten und Leistungen hängen vom konkreten Vertrag und vom jeweiligen Schadenfall ab. Die Inhalte ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder IT-Sicherheitsberatung.

Bewertungen meiner Beratung

Öffentliche Bewertungen der Beratung von Tino Weissenrieder auf zwei externen Portalen. Sie stammen aus allen Beratungsbereichen und nicht ausschließlich von Steuerberatern.

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